COPD

Was ist das?

COPD (englisch: Chronic Obstructive Pulmonary Disease) bedeutet chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Es handelt sich um eine dauerhafte (chronische) Verengung (Obstruktion) und Entzündung (Bronchitis) der Atemwege. Dabei kann es auch zur Lungenüberblähung kommen (Lungenemphysem).

Ursachen und Vorkommen

Sie tritt meist ab dem 50. Lebensjahr auf und betrifft ca. 5%-7% der Bevölkerung. Die Hauptursache ist das inhalative Rauchen (80%) neben beruflicher Staubexposition (15%) und Umweltschadstoffen (5%). Früher erkrankten vorwiegend Männer. Aufgrund des geänderten Rauchverhaltens erkranken jetzt nahezu ebenso viele Frauen.

Wie wird die Erkrankung entdeckt?

Die Symptome am Anfang sind Husten und Auswurf, später kommt dann die Luftknappheit insbesondere bei körperlichen Belastungen dazu. Ursache für diese Symptome sind eine Verkrampfung der Muskelschicht der Bronchien (Bronchospasmus), eine Schwellung der bronchialen Schleimhaut (Schleimhaut-ödem) und eine ständige erhöhte Schleimproduktion. Später können dann auch die kleinen Lungebläschen „überbläht“ und letztlich zerstört werden (Lungenemphysem). Die Kurzatmigkeit führt zu einer eingeschränkten Belastbarkeit. Die Patienten schonen sich und es kommt zu einer weiteren Verschlechterung der Ausdauer, zum Abbau der Muskulatur und zur Beeinträchtigung des Herz/ Kreislaufsystems (z.T. mit Bluthochdruck in den Lungengefäßen).
Im Gegensatz zum Asthma tritt die Atemnot nicht anfallsartig auf und die Verengung der Atemwege kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Die Lunge altert schneller als der übrige Körper.
Die Diagnose wird durch die ärztliche Untersuchung und zusätzliche Verfahren wie z.B. die Lungenfunktion (Fluß/Volumen-Kuve) und die Bestimmung des Sauerstoffgehaltes im Blut gesichert.

 


Abb.1: Lungenfunktionskurven

Abb.2: Verlust der Lungenfunktion durch Rauchen

 

 

Wie wird die Erkrankung behandelt?

Die wichtigste Behandlung ist der Verzicht auf das Rauchen. Zusätzlich können bronchienerweiternde Medikamente wie Betamimetika und Anticholinergika (vorzugsweise zur Inhalation) und / oder Theophyllin eingesetzt werden.  Kortison (als „Tablettenstoß“) bzw. Antibiotika werden bei Verschlechterung (Exacerbation) angewandt. In schweren Fällen wird eine Sauerstofflangzeittherapie eingeleitet. In seltenen Fällen besteht die Möglichkeit eines operativen Eingriffes zur Entfernung überblähter Lungenanteile.
Wichtig ist weiter eine gesunde, ausgewogene und energiereiche Ernährung sowie körperliche Betätigung. Hiermit kann die körperliche Leistungsfähigkeit gebessert und der Luftstau in der Lunge vermindert werden, die Muskeln werden trainiert und die Kondition wird verbessert. Diese „Bewegungstherapie“ kann der Patient allein (Treppensteigen, Walken) oder in Sportgruppen (Lungensport) durchführen, Informationen hierzu gibt es beim Haus- oder Facharzt.


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