Geschichte der Mitteldeutschen Gesellschaft für Pneumologie (MDGP)

Die MDGP ist die jüngste der vier wissenschaftlichen Regionalgesellschaften für Pneumologie in Deutschland. Sie wurde am 26.02.1999 in Weimar gegründet. Gründungsmitglieder waren: Prof. Dr. J. Schauer (Leipzig), Prof. Dr. G. Liebetrau (Lostau), Prof. Dr. H. Wirtz (Leipzig), Prof. Dr. R. Bonnet (Bad Berka), PD Dr. K. Harzbecker (Aue), MR Dr. M. Franke (Sonneberg), PD Dr. B. Wiesner (Bad Berka), PD Dr. W. Schütte (Halle).

Anlässlich der Gründungsversammlung in Weimar waren 78 Pneumologen anwesend. Unter ihnen befanden sich fast alle Direktoren bzw. Chefärzte der Lungenkliniken (R. Bonnet, Bad Berka; K. Kienast, Erfurt; C. Kroegel, Jena; G. Koloczek, Neustadt/Südharz; P. Leonhardt, Leipzig; J. Schauer, Leipzig; G. Liebetrau, Lostau) und die drei Berufsverbandsvorsitzenden (K.-T. Schulz, Magdeburg; K. Harzbecker, Aue; M. Franke, Sonneberg).

Noch während der Gründung trugen sich sofort 41 Pneumologen als Mitglied ein.

Zum ersten Präsidenten wurde Prof. Dr. J. Schauer (Leipzig) und zu seinem Stellvertreter Prof. Dr. Dr. C. Kroegel  (Jena) gewählt. Zum Geschäftsführer mit besonderen Aufgaben wurde MR Dr. M. Franke (Sonneberg) bestellt. Die Eintragung als gemeinnütziger Verein  erfolgte daraufhin im Vereinsgericht Leipzig.

Vorausgegangen war die Auflösung der Gesellschaft für Pneumologie und Tuberkulose der DDR anlässlich ihres 13. Kongresses am 23. März 1991 in Dresden. Den ehemaligen Mitgliedern der Gesellschaft für

Pneumologie und Tuberkulose der DDR wurde eine Mitgliedschaft in den bestehenden westdeutschen Regional-gesellschaften (Süddeutsche, Nordrheinwestfälische und Norddeutsche) der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie anempfohlen, viele ehemalige Mitglieder der DDR-Gesellschaft wollten aber keiner neuen wissenschaftlichen Gesellschaft beitreten, offenbar war der Frust in der Wendezeit noch zu groß.

Nur wenige in Mitteldeutschland ansässige Pneumologen sahen in einer der bestehenden Regionalgesellschaften ihre wissenschaftliche Heimstatt. So wurden nur 20 mitteldeutsche Pneumologen Mitglied der Süddeutschen Gesellschaft für Pneumologie, einige wenige traten der Norddeutschen Regionalgesellschaft bei.

So kam der Gedanke auf, eine eigene wissenschaftliche Regionalgesellschaft für den mitteldeutschen Raum zu gründen. Dieser Gedanke wurde zunächst kontrovers in der Pneumologenschaft diskutiert.

Die Initiative zur Schaffung einer Heimstatt für alle Pneumologen der Bundesländer Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen ging seit dem Jahr 1994 vom Thüringer Berufsverband der Pneumologen und von der Zentralklinik Bad Berka aus. Die Intention dazu war die Schaffung einer wissenschaftlichen Gesellschaft mit dem Ziel, alle Pneumologen und an Lungenkrankheiten interessierten Kollegen zusammen-zuführen, d. h. die Gesellschaft sollte sowohl den in den Lungenkliniken, den Hochschulen und den pneumologischen Praxen tätigen Kollegen, als auch den Kollegen anderer Fachdisziplinen, wie z. B. Thoraxchirurgen und Kinderpneumologen offen stehen. Darüber hinaus war die Einbeziehung der in den Gesundheitsverwaltungen und im öffentlichen Gesundheitsdienst tätigen Kollegen vorgesehen. Die wichtigste Aufgabe

ehemalige Mitglieder der DDR-Gesellschaft wollten aber keiner neuen wissenschaftlichen Gesellschaft beitreten, offenbar war der Frust in der Wendezeit noch zu groß.

Nur wenige in Mitteldeutschland ansässige Pneumologen sahen in einer der bestehenden Regionalgesellschaften ihre wissenschaftliche Heimstatt. So wurden nur 20 mitteldeutsche Pneumologen Mitglied der Süddeutschen Gesellschaft für Pneumologie, einige wenige traten der Norddeutschen Regionalgesellschaft bei.

So kam der Gedanke auf, eine eigene wissenschaftliche Regionalgesellschaft für den mitteldeutschen Raum zu gründen. Dieser Gedanke wurde zunächst kontrovers in der Pneumologenschaft diskutiert.

Die Initiative zur Schaffung einer Heimstatt für alle Pneumologen der Bundesländer Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen ging seit dem Jahr 1994 vom Thüringer Berufsverband der Pneumologen und von der Zentralklinik Bad Berka aus. Die Intention dazu war die Schaffung einer wissenschaftlichen Gesellschaft mit dem Ziel, alle Pneumologen und an Lungenkrankheiten interessierten Kollegen zusammen-zuführen, d. h. die Gesellschaft sollte sowohl den in den Lungenkliniken, den Hochschulen und den pneumologischen Praxen tätigen Kollegen, als auch den Kollegen anderer Fachdisziplinen, wie z. B. Thoraxchirurgen und Kinderpneumologen offen stehen. Darüber hinaus war die Einbeziehung der in den Gesundheitsverwaltungen und im öffentlichen Gesundheitsdienst tätigen Kollegen vorgesehen. Die wichtigste Aufgabe der neuen Gesellschaft sollte die Schaffung einer regionalen Basis für die ständige und wohnortnahe Weiterbildung sowie die fachliche und berufspolitische Vertretung in Mitteldeutschland sein.

Von vornherein war ein Vorstand einschließlich Satzung geplant, der den wissenschaftlich-fachlichen und berufspolitischen Aufgaben gerecht wird und gewissermaßen alle Fachgruppen und deren Interessen bündelt sowie vertritt.

Seit 1990 bzw. 1991 gab es bereits Berufsverbände der Pneumologen, in denen auch viele Kliniker Mitglied waren. Interessenbündelung war hier schon vornehmlichste Aufgabe.

Der Berufsverband der Pneumologen Sachsens und deren Vorsitzender waren seit 1996 zunehmend an der Gründung einer neuen Gesellschaft interessiert.

Anlässlich des DGP-Kongresses im März 1998 in Leipzig berichtete Herr Prof. Dr. Joachim Schauer erstmals über die geplanten Aktivitäten zur Gründung einer neuen Gesellschaft.

Vorbereitet wurde die Gründung maßgeblich durch Herrn Prof. Schauer, Herrn MR Dr. Manfred Franke, Herrn PD Dr. Harzbecker und Herrn PD Dr. Wiesner sowie Prof. Dr. Bonnet, PD Dr. Schütte und Prof. Dr. Wirtz.

Im Rahmen einer wissenschaftlichen Tagung in Sonneberg im Oktober 1998 sprachen sich die anwesenden Pneumologen Mitteldeutschlands mehrheitlich für die Gründung einer Mitteldeutschen Gesellschaft für Pneumologie aus.

Der Name „Mitteldeutsche Gesellschaft für Pneumologie“ wurde bewusst gewählt und einer „Ostdeutschen Gesellschaft für Pneumologie“ vorgezogen, da Aufteilung in Ost- und Westdeutschland lange genug  bittere Realität war.

Erstmalig und bisher einmalig in Deutschland ist mit dem Statut der MDGP eine Symbiose aus wissenschaftlicher Gesellschaft und berufspolitischen Aktivitäten gelungen. Es ist in der Satzung der Gesellschaft verankert, dass dem Vorstand der wissenschaftlichen Gesellschaft gleichzeitig stimmberechtigt die drei Vorsitzenden der Berufsverbände von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen der Pneumologen  angehören. Damit wird ein wesentliches Ziel der MDGP zum Ausdruck gebracht – stationäre und ambulante Pneumologie auf hohem wissenschaftliche Niveau in Mitteldeutschland anzubieten und gemeinsam zu vertreten.

Die Mitgliederzahl der MDPD steigt seit ihrer Gründung kontinuierlich an und beträgt aktuell 261. Die überwiegende Anzahl der Mitglieder ist in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ansässig. Zunehmend werden aber auch Pneumologen aus den angrenzenden Bundesländern, wie Hessen, Brandenburg, Bayern, Niedersachsen und Hansestadt Bremen Mitglied in der MDGP.

Laut Satzung wird das Amt des Präsidenten nach zweijähriger Amtszeit weitergegeben an den Vizepräsidenten. Die Mitgliederversammlung wählt im Abstand von zwei Jahren regelmäßig einen neuen Vizepräsidenten. Die Amtszeit der übrigen Vorstandsmitglieder (Stellvertreter, Schatzmeister, Schriftführer) beträgt vier Jahre. Die Berufsverbandsvorsitzenden der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gehören automatisch dem Vorstand an.

 

Nach dem ersten Präsidenten (Prof. Dr. Schauer, Leipzig) traten im Abstand von jeweils 2 Jahren die Folge-Präsidenten

Prof. Dr. Dr. C. Kroegel                             Jena  
Prof. Dr. G. Liebetrau   Lostau
Prof. Dr. R. Bonnet  Bad Berka
PD Dr. W. Schütte Halle

    

ihre Ämter an.                      

Der wissenschaftliche Beirat besteht aus sechs Pneumologen, wobei paritätisch aus jedem Bundesland zwei Beiratsmitglieder gewählt werden. Hier wird strikt darauf geachtet, dass jeweils ein ambulant und ein stationär tätiger Kollege gewählt werden.

Außerdem gehören dem wissenschaftlichen Beirat die Pastpräsidenten an.

Der wissenschaftliche Beirat wählt aus seiner Mitte den Beiratsvorsitzenden.

Ehrenpräsident ist Prof. Dr. Joachim Schauer, Leipzig.

Folgende Mitglieder wurden in den zehn Jahren des Bestehens der Gesellschaft zu Ehrenmitgliedern berufen: 

 

Rudolf Becker Starnberg
Prof. Dr. Heinrich Friedel Lostau  
MR PD Dr. med. habil. Klaus Harzbecker                       Aue
Prof. Dr. med. Peter Leonhardt  Leipzig
Prof. Dr. med. Gerd Liebetrau   Lostau
OMR Prof. Dr. med. habil. Walter Matzel Halle
PD Dr. med. Manfred Mohorn Jena
Prof. Dr. med. Joachim Schauer  Leipzig
Prof. Dr. med. Wolf Sturm Magdeburg 
OMR PD Dr. med. habil. Bernhard Wiesner Bad Berka.

In der MDGP bestehen folgende Sektionen: Begutachtungswesen, Onkologie, Infektologie/Tuberkulose, Schlaf- und Beatmungsmedizin, Allergologie/Immunologie.

Jede Sektion führt jährlich themenbezogene Arbeitstagungen durch. Termine und Themen der Tagungen sind im Terminkalender auf der Internetseite der MDGP veröffentlicht und jedem Mitglied zugänglich.

Seit 1999 wird jährlich eine wissenschaftliche Tagung, sogenannte „Herbsttagung der MDGP“ auf wissenschaftlich hohem Niveau durchgeführt. Die Herbsttagungen werden durch den Tagungspräsidenten mit Unterstützung des Vorstandes, des wissenschaftlichen Beirats und der Sektionen vorbereitet. Sie finden im Wechsel in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen statt.

 

Die Herbsttagungen fanden wie folgt statt:

 

November 1999  Magdeburg Ltg. Prof. Dr. G. Liebetrau
November 2000 Leipzig Ltg. Prof. Dr. J. Schauer
Oktober 2001  Weimar Ltg. Prof. Dr. R. Bonnet
Oktober 2002 Magdeburg Ltg. Prof. Dr. G. Liebetrau
Oktober 2003 Radebeul Ltg. Prod. Dr. W. Matthiessen
Oktober 2004 Suhl Ltg. Prof. Dr. R. Bonnet
Oktober 2005 Halle Ltg. PD Dr. W. Schütte
Oktober 2006 Leipzig Ltg. Prof. Dr. H. Wirtz
Oktober 2007 Erfurt Ltg. Dr. B. Trümper
Oktober 2008 Magdeburg Ltg. PD Dr. J. Schreiber
Oktober           2009          Dresden              Ltg. Prof. Dr. G. Höffken / Dr. E. Laake

 

An der letzten Herbsttagung vom 30. – 31.10. 2008 in Magdeburg  nahmen 248 Pneumologen teil. Es handelte sich um eine Jubiläums-Tagung anlässlich des 10-jährigen Bestehens der MDGP unter dem Motto „10 Jahre MDGP – Eine Erfolgsgeschichte“.

 

Zum Erfolg und Gelingen der gemeinsamen Arbeit unserer MDGP haben sowohl die Fördermitglieder als auch die Agentur A. Franke (Rödental) beigetragen. Wir verfügen derzeit über 19  Fördermitglieder (siehe www.mdgp.de).

 

Seit 2009 bietet die MDGP zur Förderung des pneumologischen Nachwuchses eine mehrtägige Weiterbildung für Ausbildungsassistenten in der Inneren Medizin und der Pneumologie in Vorbereitung der Facharztprüfung als Facharztkurs Pneumologie an. Diese versteht sich als Weiterbildungsangebot für Weiterbildungsassistenten in Mitteldeutschland.

Aktiv ist der Vorstand der MDGP bemüht, Kinderpneumologen und Thorachirurgen aus dem mitteldeutschen Raum in die MDGP aufzunehmen und die

wissenschaftliche Zusammenarbeit z.B. auch innerhalb von Sektionen zu intensivieren.

 

PD Dr. Wolfgang Schütte                                       MR Dr. Manfred Franke

Präsident                                                                  Geschäftsführer